Soziale Berufe

Neue Pflegeausbildung

Ab 2020 wird sich in der Pflegeausbildung in Deutschland einiges ändern: Aus den drei bisherigen Ausbildungen Kranken­pflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege wird dann eine gemeinsame Pflegeausbildung.

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Fachkräfte Migration Drittstaaten Einwanderung

Servicestelle für ausländische Fachkräfte

Am 1. Februar 2020 hat die Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA) ihre Arbeit aufgenommen, um die Einwanderung von ausländischen Fachkräften zu erleichtern.

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Kinderrechte Grundgesetz UN-Kinderrechtskonvention

Kinderrechte ins Grundgesetz

2019 feierte die UN-Kinderrechtskonvention ihr 30-jähriges Jubiläum. In Deutschland trat sie 1992 in Kraft. Kinderrechte müssen im Grundgesetz verankert werden.

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Armut in Deutschland

Paritätischer Armutsbericht 2019

Trotz eines erfreulichen Rückgangs der bundesweiten Armutsquote auf 15,5 Prozent (2018) zeichnen sich besorgniserregende Entwicklungen und neue Problemregionen insbesondere in Westdeutschland ab.

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BVerfG-Urteil: Sanktionierung bei ALG II

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat am 5. November 2019 entschieden, dass Leistungs­minde­rungen zur Durchsetzung von Mitwirkungspflichten der erwerbs­fähigen Bezieher*innen von Arbeitslosengeld II maximal bis zu 30 Prozent des maßgebenden Regelbedarfs möglich sind.

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Paradigmenwechsel im BTHG

Mit der Einführung und Umsetzung des „Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (Bundesteilhabegesetz – BTHG)“ ist eine Fülle von tiefgreifenden Veränderungen und Neuausrich­tungen im System der Eingliederungshilfe verbunden.

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Soziale Innovation

„Change Maker“ oder auch „Wirkungsschaffer“ ist seit jüngerer Zeit in aller Munde. Doch was ist damit gemeint bzw. was hat das mit dem Sozial- und Gesundheits­wesen zu tun?

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News kompakt

Organspende

Spendenbereitschaft soll gestärkt werden

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Der Bundesrat hat das vom Bundestag dazu beschlossene Gesetz am 14. Februar 2020 gebilligt. Daran, dass Organspenden in Deutschland nur mit ausdrücklicher Zustimmung erlaubt sind, ändert sich durch den Gesetzesbeschluss nichts.

Es sieht vor, dass Bürger*innen künftig regelmäßig nach ihrer Organspendenbereitschaft gefragt werden. Die Ausweisstellen von Bund und Ländern werden deshalb angehalten bei der Beantragung, Verlängerung oder Abholung von Personalausweisen oder Pässen darauf hinzuweisen, dass eine Erklärung zur Organ- und Gewebespende abgeben werden kann. Zusätzlich sollen sie Informationsmaterial aushändigen. Die Ausweisstellen müssen auch sicherstellen, dass eine Erklärung zur Organ- und Gewebespende vor Ort möglich ist. Auch Hausärzt*innen sollen ihre Patient*innen regelmäßig darauf hinweisen, dass sie sich für eine Organspende entscheiden können.

Damit die Bürger*innen ihre Spendenbereitschaft möglichst einfach dokumentieren, aber auch jederzeit ändern und widerrufen können, wird ein bundesweites Online-Register eingerichtet. Krankenhäuser erhalten hierauf Zugriff. Damit wird ein Überblick über potenzielle Organspenden geschaffen.

Der Bundespräsident muss das Gesetz noch unterzeichnen. Anschließend wird es im Bundesgesetzblatt verkündet. Ein Jahr später soll es in Kraft treten.

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Maßnahmen zur Zukunft der Pflege

Sicherstellung der pflegerischen Versorgung

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Der CDU-Pflegepolitiker Roy Kühne stellt in einem Positionspapier sein Konzept zur Zukunft der Pflege vor. Die Ideen will er nun in die weitere Gesetzgebung einfließen lassen.

Es soll eine zentrale Hotline geben, bei der Angehörige auf der Suche nach freien Pflegeplätzen oder Kapazitäten bei Pflegediensten einen Ansprechpartner finden. Um die Chancen der Digitalisierung und den Anschluss an die Telematikinfrastruktur zu schultern, sei zusätzliches Personal notwendig.

Um die Bürokratie weiter einzuschränken, schlägt Kühne vor, dass das Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation in allen Bereichen verpflichtend umgesetzt wird. Die bisherige Schiedspersonen-Lösung für die häusliche Krankenpflege könne durch eine Schiedsstellen-Lösung ersetzt werden.

Um ausländische Pflegekräfte schneller zu gewinnen, begrüßt Kühne die jüngst geschaffenen Strukturen von BMG mit der Agentur, die sich um Anträge für Visa, Berufsanerkennung und Arbeitserlaubnis ausländischer Fachkräfte kümmert. Wichtig ist ihm, dass Sprachzertifikate aus dem Ausland vereinfacht anerkannt werden. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, sollten weitere Potenziale genutzt werden, unter anderem indem Pflegehilfskräfte zu Pflegefachkräften qualifiziert werden. Das Problem sei oftmals die Vergütung: Hilfskräfte machten nur eine Ausbildung zur Pflegefachkraft, wenn sie in dieser Zeit nicht auf das Ausbildungsgehalt heruntergestuft würden.

Quelle und weitere Infos und Positionspapier

Grundrente

Gesetzesentwurf vorgelegt

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Das Gesetz zur Einführung einer Grundrente ist ein wichtiger Schritt zur Reform der Alterssicherung. Es ist ein sozialpolitischer Fortschritt, Mindestsicherungselemente in das Rentensystem zu integrieren und dabei erstmalig auf eine möglichst unbürokratische Lösung zu setzen.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisiert jedoch, dass die Hürden zur Erlangung der Grundrente noch deutlich zu hoch seien. Zudem fordert er Freibeträge auf Renteneinkommen für alle Altersgrundsicherungsbeziehenden unabhängig von den geleisteten Beitragsjahren. Bei aller Kritik, die man im Detail üben könne, dürfe nicht übersehen werden, dass das Grundrentenkonzept von Bundesarbeitsminister Heil erstmalig Türen aufstößt zu einer einfachen und unbürokratischen Mindestsicherung für alte Menschen mit kleinen Renten.

Das Gesetz sollte nun zügig auf den Weg gebracht werden. Armutspolitisch seien trotzdem deutliche Nachbesserungen notwendig. Die Grundrente sollte auf alle Rentenbeziehende mit geringem Einkommen ausgeweitet werden. Auch sei der Freibetrag in der Sozialhilfe für alle Rentner*innen vorzusehen und nicht nur für solche mit 33 und mehr Beitragsjahren.

Quelle und weitere Infos und Referentenentwurf

Bundesrat stimmt PTA-Reform zu

Gesetz tritt zum 1. Januar 2023 in Kraft

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Der Bundesrat hat am 20. Dezember 2019 der PTA-Reform zugestimmt. Die Novelle soll das Berufsbild der pharmazeutisch-technischen Assistent*innen modernisieren und die Ausbildung an die geänderten Anforderungen im Apothekenalltag anpassen.

Ein Schwerpunkt der Reform liegt auf der Stärkung der Beratungskompetenz, da ein Großteil des Kundenkontakts mittlerweile von PTA wahrgenommen wird. Deshalb weitet das Gesetz insbesondere die Arzneimittelkunde während der zweieinhalbjährigen Ausbildung deutlich aus. Die Ausbildung gliedert sich in einen zweijährigen schulischen Teil und eine halbjährige Ausbildung in der Apotheke. Den Abschluss bildet eine staatliche Prüfung. Während der praktischen Ausbildung erhalten die Auszubildenden eine Vergütung, deren Höhe im Ausbildungsvertrag bestimmt wird. Das Gesetz soll überwiegend zum 1. Januar 2023 in Kraft treten.

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Anpassung der Mindestlöhne

Bundesregierung stimmt zu

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Auf Vorschlag der Mindestlohn­kommission hat die Bundesregierung der weiteren Anhebung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns per Verordnung zugestimmt. Dieser beträgt ab dem 1. Januar 2020 brutto 9,35 Euro je tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde.

Darüber hinaus gelten erhöhte branchen­spezifische Mindestlöhne ab dem 1. Januar 2020 in den Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen, dem Dachdeckerhandwerk, dem Elektrohandwerk, den Geld- und Wertdiensten, der Gebäudereinigung und der Pflegebranche.

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Arbeitslosenversicherung

Beitragssenkung entlastet Unternehmen & Beschäftigte

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Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung wurde bereits zum 1. Januar 2019 durch das Qualifizierungschancengesetz von 3 Prozent auf 2,6 Prozent gesenkt. Die gleichzeitig geänderte Beitragssatzverordnung 2019 wurde noch einmal modifiziert: Ab dem 1. Januar 2020 sinkt der Beitragssatz befristet bis Ende 2022 statt auf 2,5 Prozent um 0,2 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent. Unternehmen und Beschäftigte werden dadurch um jeweils etwa 606 Millionen Euro entlastet.

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Starke-Familien-Gesetz

Zuschlag zum Kindergeld

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Beim Kindergeldzuschlag entfällt ab dem 1. Januar 2020 die obere Einkommensgrenze. Auch Haushalte mit einem mittleren Einkommen können nun einen Zuschlag zum Kindergeld erhalten und damit unter anderem auch von Leistungen für Bildung und Teilhabe profitieren. Dadurch lohnt sich die Aufnahme von Beschäftigung eher.

Alleinerziehende werden außerdem schon seit dem 1. Juli 2019 durch den verminderten Abzug von Unterhaltszahlungen unterstützt: Der Unterhalt wird seither nur noch zu 45 Prozent auf den Kinderzuschlag angerechnet. Besonders wichtig dürfte für alle Berechtigten des Kinderzuschlags der damit verbundene Anspruch auf einen kostenlosen Betreuungsplatz in einer Kindertages­einrichtung sein – unabhängig von der Betreuungsdauer.

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Internationaler Aktionstag gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung

Bundesweit am 28. März 2020

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Das „Aktionsbündnis gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung“, ein bundesweiter Zusammenschluss von Mieter*inneninitiativen und Recht auf Stadt-Gruppen, ruft dazu auf, sich am Samstag, 28. März 2020, in möglichst vielen deutschen Städten am internationalen „Housing Action Day“ zu beteiligen. Unter dem Motto „Wohnen für Menschen statt für Profite!“ werden an diesem Tag in ganz Europa Initiativen und Gruppen gegen steigende Mieten, Verdrängungsprozesse und Zwangsräumungen auf die Straße gehen.

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Erstes Globales Flüchtlingsforum

Tagung der Vereinten Nationen in Genf

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Auftakt des Globalen Flüchtlingsforums der Vereinten Nationen (UN), das bis Mittwoch in Genf tagt. Es geht mitunter um die Übernahme von mehr Verantwortung im internationalen Flüchtlingsschutz und der zur Verfügung Stellung von mehr Plätzen im Rahmen von Neuansiedlungs­programmen („Resettlement“).

Der Ausbau von Neuansiedlungs­programmen ist im Globalen Pakt für Flüchtlinge als wichtiges Instrument zum Schutz von Geflüchteten, als zentraler Mechanismus zur Lasten- und Verantwortungsteilung und als Zeichen der Solidarität verankert. Ziel des Globalen Flüchtlingsforums in Genf ist es, die UN-Mitgliedsstaaten zu konkreten Zusagen und Beiträgen zur Verwirklichung des Paktes zu bewegen.

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Erster paritätischer Teilhabebericht 2019

Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen …

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… legte der Paritätische Wohlfahrtsverband erstmals einen eigenen Teilhabebericht vor. Der Schwerpunkt liegt auf der Teilhabe von älteren Menschen mit Beeinträchtigungen – also auf Personen, die 65 Jahre oder älter sind. Insbesondere ihnen soll (neben Frauen und Mädchen) laut Artikel 28 Absatz 2 der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) der Zugang zu Programmen des sozialen Schutzes und der Armutsbekämpfung zugesichert werden.

Das Fazit der Studie: Ob Gesundheit, Freizeit, soziale Lage oder Wohnsituation: in fast allen Bereichen bestehen weiterhin erhebliche Barrieren für Menschen mit Behinderung, sodass von gleichberechtigter Teilhabe keine Rede sein kann. Keine Unterschiede gebe es hingegen in der verbreiteten Sorge um den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft.

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Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“

Mitmachaktion „Wir brechen das Schweigen“

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Jeden Tag erleben Frauen in Deutschland Gewalt. Ihnen hilft das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, das unter 08000 116 016 rund um die Uhr erreichbar ist. Die BRD hat 2017 die Istanbul-Konvention ratifiziert. Prävention und Bekämpfung von Gewalt an Frauen sind seither gesetzlicher Auftrag. Die Initiative „Stärker als Gewalt“ ist eine Initiative des BMFSFJ und Teil des Aktionsprogrammes „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ der Bundesregierung. Schirmherrin Dr. Franziska Giffey rief mit der Mitmachaktion dazu auf, ein Selfie mit dem Hashtag #schweigenbrechen in Social Media zu posten. So sollen Betroffene erfahren, wo sie Hilfe bekommen und dazu ermutigt werden, ihr Schweigen zu brechen.

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Das Internetstellenportal www.sozialeberufe.de ist in erster Linie eine Jobbörse, d.h. ein Marktplatz, auf dem Arbeitgeber kostengünstig Stellenangebote veröffentlichen und Stellensuchende - Fachkräfte, Hochschulabsolventen, Berufseinsteiger, Wiedereinsteiger - ihren passenden Traumjob finden können.

Auf unserer Jobbörse (https://stellenmarkt.sozialeberufe.de) erscheinen täglich zirka 2.500 Stellenausschreibungen aus der gesamten Sozialwirtschaft und dem Gesundheitswesen. Anzeigenschaltungen können schnell und unkompliziert beauftragt werden.

Die Stellenangebote richten sich an Pädagogische Fachkräfte, an Erzieher, Sozialpädagogen, Psychologen, Heilpädagogen, an Pflegekräfte und Pflegehelfer in der Altenhilfe und Krankenpflege oder an Klinikärzte bzw. Fachärzte. Hinzukommen Stellenausschreibungen für Leitungs- und Führungskräfte, für Verwaltungskräfte, für medizinische Berufe, hauswirtschaftliche Berufe, technische Berufe oder auch EDV-Stellen für Systemadministratoren bzw. IT-Fachleute und weitere Berufsgruppen.

Informationen für Arbeitgeber und Bewerber, zu Crossmedia oder Mobile Recruiting, Angebote für Aus- und Weiterbildung, social News und Informationen zum Bundesfreiwilligendienst bzw. Freiwilligen Sozialen Jahr runden das Internetportals www.sozialeberufe.de ab.

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